Autor: Rechtsanwalt Karsten Stickeler, Fachanwalt für Erbrecht


  • OLG Hamm: Vorerbe wird Vollerbe

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    Das Oberlandesgericht Hamm hat am 11.04.2013 entschieden, dass ein Vorerbe Vollerbe wird, wenn der Erblasser testamentarisch verfügt hat, dass der Vorerbe frei über den Nachlass verfügen könne, wenn die zu Nacherben eingesetzten Kinder des Erblassers ihren Pflichtteil verlangen und dieser Fall eintritt. In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte ein Erblasser seine zweite Ehefrau…

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  • Bundesverfassungsgericht: Erbrechtliche Stichtagsregelung ist verfassungsgemäß

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    Das Bundesverfassungsgericht hat in zwei Entscheidungen vom vom 17. April 2013 entschieden, dass die Stichtagsregelung im zweiten Erbrechtsgleichstellungsgesetz vom 12. April 2011 nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Nach dieser Stichtagsregelung werden nichteheliche Kinder, die vor dem 01. Juli 1949 geboren sind, erst bei Erbfällen nach dem 29. Mai 2009 ehelichen Kindern vollständig erbrechtlich gleichgestellt. Nach…

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  • BGH: „Aktionsbonus“ in einem Stromlieferungsvertrag

    Der Bundesherichtshof hat sich in zwei am 17. April 2013 veröffentlichten Entscheidungen mit einer bei vielen Stromlieferungsverträgen zur Gewinnung von Neukunden gebräuchlichen Klausel beschäftigt. Danach wird Neukunden nach dem Ablauf einer bestimmten Vertragslaufzeit ein einmaliger Bonus gewährt. In den der Entscheidung zugrundliegenden Fällen lautete die Klausel wie folgt: „„Wenn Sie als Neukunde einen Vertrag mit…

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  • OLG Hamm: Vollmacht über den Tod hinaus erlischt, wenn der Bevollmächtigte den Vollmachtgeber alleine beerbt

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    Das Oberlandesgericht Hamm hat durch rechtskräftigen Beschluss vom 10.01.2013 entschieden, dass eine Vollmacht, die über den Tod hinaus gelten soll, erlischt, wenn der Bevollmächtigte den Vollmachtgeber alleine beerbt. Die im Jahr 2011 verstorbene Erblasserin hatte ihrem Ehemann eine notarielle Vollmacht gegeben, die über ihren Tod hinaus gelten sollte (transmortale Vollmacht). Mit privatschriftlichem Testament setzte die…

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  • OLG Hamm: Pflichtteilsstrafklausel in einem gemeinschaftlichen Testament verhindert Errichtung eines Behindertentestaments nach Tod des ersten Elternteils

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    Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass die in ein gemeinschaftliches Testament übernommene Pflichtteilsstrafklausel nach dem Tod des Erstversterbenden im Falle der Geltendmachung des Pflichtteils die wirksame Errichtung eines sogenannten „Behindertentestaments“ verhindert. In dem der Entscheidung zugrundeliegendem Sachverhalt hat ein Ehepaar ein gemeinschaftliches Testament errichtet. In diesem setzten sie sich gegenseitig zu Alleinerben ein, die Kinder…

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  • BGH: Kein generelles Verbot der Hunde- oder Katzenhaltung durch AGB

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    In vielen Mietverträgen ist durch eine  Klausel die Haltung von Hunden oder Katzen generell untersagt. Der Bundesgerichtshof hat sich in einer Entscheidung vom 20. März 2013 mit der Statthaftigkeit einer solchen Formularklausel in einem Mietvertrag beschäftigt. In einem Mietvertrag war die Regelung enthalten, dass sich der Mieter verpflichte, keine Hunde oder Katzen zu halten. Nach…

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  • OLG Hamm: Entscheidung zum Erbteil eines enterbten Schlusserben

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    In einer Entscheidung musste sich das Oberlandesgericht Hamm mit der Frage auseinandersetzen, wer einen enterbten Schlusserben „beerbt“. Dem liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Eheleute hatten in einem gemeinschaftlichen Testament bestimmt, dass nach dem  Tod des Erstversterbenden der überlebende Ehegatte Alleinerbe werden solle. Die beiden Töchter des Ehemannes aus erster Ehe – vorliegend war dieser zum zweiten…

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  • Deutsche Anwaltsauskunft: Karneval, Fasching, Fastnacht – Narretei nicht grenzenlos

    Berlin (DAV). Die sogenannte fünfte Jahreszeit folgt zwar ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten, es gelten jedoch nach wie vor die für alle gültigen Regeln. Ob laute Feiern, spontane Urlaubstage, alkoholisiert am Arbeitsplatz oder mit Restalkohol am Steuer: Auf die Narren lauern viele Fallstricke. „Auch wenn man einmal etwas über die Stränge schlagen darf, müssen sich Narren an…

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  • BGH: Haftung eines Erben wegen Forderungen aus einem Mietverhältnis

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    In einer Entscheidung vom 23.01.2013 hat sich der BGH mit dem Umfang der Haftung eines Erben aus dem Mietverhältnis des Erblassers beschäftigt. In dem vorliegenden Fall machte der Vermieter des Erblassers gegen dessen Erbin Forderungen aus einem Mietverhältnis geltend. Neben Mietzahlungen für die drei Monate nach dem Versterben bis zur Beendigung des Mietverhältnisses verlangte er…

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  • 2013: Basiszinssatz erstmals negativ

    Der sogenannte Basiszinssatz dient hauptsächlich der Berechung der Verzugszinsen und ist in § 247 BGB geregelt. Nach § 288 BGB beträgt der Verzugszinssatz fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, bzw. 8 Prozentpunkte wenn Verbraucher nicht beteiligt sind. Befindet sich also ein Schuldner in Verzug, dann kann die Forderung dementsprechend verzinst werden. Auch in Bezug auf die…

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  • Änderungen 2013 im Überblick

    Das neue Jahr 2013 bringt für alle Bürgerinnen und Bürger verschiedene Änderungen mit sich. Einige sollen hier kurz überblicksartig dargestellt werden: – Rentenbeiträge und Pflegebeitrag Während die gesetzlichen Rentenbeiträge für versicherungspflichtige Angestellte um 0,7 Prozentpunkte auf 18,9 % des Bruttolohns gesenkt werden, steigen die Beiträge für die Pflegeversicherung von 1,95 % auf 2,05 %. Erwerbstätige…

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  • BGH: Entscheidung zur Haftung der Eltern für illegales Filesharing ihrer minderjährigen Kinder

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    In einem Urteil vom 15. November 2012 hat der BGH eine bis dahin offene Frage hinsichtlich der Haftung von Eltern für illegales Filesharing ihrer Kinder entschieden. Nach dieser Entscheidung haften Eltern grundsätzlich dann nicht, wenn sie ihre minderjährigen Kinder über das Verbot von illegalem Filesharing informiert hatten  und keine Anhaltspunkte vorlagen, dass gegen das Verbot…

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  • BFH hält Erbschaftssteuerrecht für verfassungswidrig

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    Der Bundesfinanzhof hält Teile des geltenden Erbschaftssteuerrechts für verfassungswidrig und hat daher diese Frage dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt. Der BFH vertritt die Auffassung, dass die in der Rege steuerfreie Vererbung von Betriebsvermögen eine Überprivilegierung zum Nachteil der übrigen Steuerpflichtigen darstelle, die nicht durch ausreichende gemeinwohlgründe gerechtfertigt und daher verfassungswidrig sei. Zudem existiere im Erbschaftssteuergesetz Regelungen mit…

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  • Achtung: Viele erbrechtliche Ansprüche verjähren zum 31.12.2012

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    Aufgrund der zum 01.01.2010 in Kraft getretenen Erbrechtsreform drohen erbrechtliche Ansprüche auch von Erbfällen vor diesem Termin zum 31.12.2012 zu verjähren. Das bedeutet, dass ab dem 01.01.2013 diese Ansprüche nicht mehr erfüllt zu werden brauchen, es kann hier der Einwand der Verjährung entgegen gehalten werden. Während vor der Erbrechtsreform die meisten erbrechtliche Ansprüche erst nach…

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  • Ab 26. Juni 2012: Kinder benötigen eigenes Ausweisdokument

    Aufgrund einer EU-Vorschrift benötigen Kinder jeden Alters für Reisen ins – auch europäische – Ausland ein eigenes Ausweisdokument. Eine Eintragung in den Reisepass eines Elternteils ist nicht länger gültig. Ein Kinderreisepass kann für Kinder bis zum 12. Lebensjahr beantragt werden. Ein solches Dokument ist sechs Jahre lang oder bis zum 12. Lebensjahr gültig. Es wird…

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