Autor: Rechtsanwalt Michael Schulte Beckhausen, Fachanwalt für Versicherungsrecht


  • Spielregeln bei der Reiserücktrittskostenversicherung

    Die Reiserücktrittskostenversicherung zahlt, wenn eine unerwartete schwere Erkrankung vorliegt, und der Reisende selbst, Angehörige, Mitreisende sowie Betreuungspersonen betroffen sind. Bei einer Entscheidung des Landgerichts München ging es um eine Betreuungsperson: Für die pflegebedürftige Mutter des Ehemanns, die er selbst betreut, sollte eine Bekannte einspringen. Doch die verletzte sich kurz vor der Abreise, konnte nicht mehr…

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  • Reisepreisminderung bei Kreuzfahrten

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Kreuzfahrtpassagieren gestärkt. Werden auf einer Kreuzfahrt wichtige Programmpunkte gestrichen, reicht beispielsweise eine vierzigprozentige Minderung nicht mehr aus. Eine zweiwöchige Kreuzfahrt „Sommer in Grönland“ wich von der vorgesehenen Fahrtroute ab, geplante Landgänge entfielen oder waren erheblich verkürzt. Wegen technischer Probleme bei der Motorisierung mussten Besuche der Faröer- und Orkneyinseln…

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  • Potthast Rechtsanwälte setzt Todesfallleistung aus Unfallversicherung durch

    Die Kanzlei Potthast Rechtsanwälte hat für eine Mandantin in einem dreijährigen Rechtsstreit durch zwei Instanzen die Zahlung einer Todesfallentschädigung in Höhe von 100.000 Euro durchgesetzt. Der Ehemann der Mandantin war am 18.05.2008 bei einem Verkehrsunfall in Belgien ums Leben gekommen. Zu dem Unfall kam es ohne Fremdbeteiligung. Da keine Obduktion durchgeführt wurde, lehnte die Unfallversicherung…

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  • Ausgleichszahlung für verpassten Anschlussflug

    Der Bundesgerichtshof (BGH) setzt seine verbraucherfreundliche Rechtsprechung konsequent fort. In einer Entscheidung vom 07.05.2013 hat er sich jetzt mit der Problematik bei verpassten Anschlussflügen auseinandergesetzt. Die Reisenden buchten bei der Fluggesellschaft Iberia eine Flugreise von Berlin über Madrid nach Costa Rica. Der Start des von der Iberia selbst durchgeführten Fluges von Berlin nach Madrid erfolgte…

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  • Fluggastrechte – Ein neuer Markt für Geschäftemacher?

    Im Internet haben sich inzwischen mehrere Forderungsmanagementanbieter darauf spezialisiert, die Rechte von Fluggästen durchzusetzen. Sie alle wollen von den Ausgleichszahlungen profitieren. Auf Internetseiten können Fluggäste erst einmal prüfen lassen, ob ihr verspäteter Flug tatsächlich unter die Fluggastrechteverordnung fällt oder nicht. Wenn der Fluggast sie dann beauftragt, übernehmen die Agenturen die Verhandlungen mit den Fluggesellschaften. Im…

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  • TV Bericht: defacto: Zweifelhalfte Methoden – Wie sich Versicherungen um Zahlungen drücken

    In einem sehenswerten, gut 6minütigen Fernsehbeitrag  des landespoltischen Magazins des Hessischen Rundfunks „defacto“  wird sich mit den Praktiken eines Versicherers auseinandergesetzt. Ein junger Mann hatte dort eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Nach einem schweren Unfall, der zur Berufsunfähigkeit führte, wurden seitens des Unternehmens jedoch Zahlungen mit dem Hinweis verweigert, der Geschädigte habe bei Versicherungsbeginn arglistig Vorerkrankungen verschwiegen.…

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  • Verspätung von Anschlussflügen – Neue Entscheidung des EuGH

    Mit einem Urteil vom 26.032.2013 hat der EuGH seine verbraucherfreundliche Rechtsprechung fortgesetzt. Auch Fluggäste auf Anschlussflügen haben Anspruch auf eine Entschädigung bis zu 600 €, wenn sie an ihrem Endziel mit einer Verspätung von drei Stunden oder mehr ankommen.. Dabei ist es unerheblich, ob schon die ursprüngliche Verspätung des ersten Fluges diese Grenze überschritten hat.…

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  • Belehrung des Versicherungsnehmers-Hervorgehobene Platzierung notwendig!

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    Der Versicherer muss seinen Versicherungsnehmer ordnungsgemäß über wesentliche Pflichten belehren, wenn er sich später auf eine angebliche Pflichtverletzung berufen will. Mit den Anforderungen, die sich insoweit auf § 28 Abs. 4 VVG ergeben, hat sich soeben der BGH auseinandergesetzt. Soweit die Belehrung in ein Fragebogenformular aufgenommen wird, ist zu fordern, dass die Belehrung drucktechnisch so…

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  • Führerscheinanfänger in der Probezeit

    Verkehrsverstöße in der 2-jährigen Probezeit können für Fahranfänger unangenehme Konsequenzen haben. Nach dem ersten Delikt ordnet die Fahrerlaubnisbehörde (Stadt- oder Kreisverwaltung) ein Aufbauseminar an und die Probezeit verlängert sich auf 4 Jahre. Während einer neunstündigen Nachschulung und einer Fahrprobe werden die Auffälligkeiten besprochen und Wege zur Vermeidung aufgezeigt: Kostenpunkt 200,00€! Waren bei dem Verstoß Alkohol…

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  • Ausgleichszahlung der Fluggesellschaft – auch bei höherer Gewalt?

    Kann sich eine Airline auf höhere Gewalt berufen, kommt der Fluggast mit Entschädigungsansprüchen nach der EG VO regelmäßig nicht durch. Es kommt jedoch auf den Einzelfall an! Weil es ungewöhnlich stark schneite und niedrige Temperaturen herrschten, verzögerte sich der Start einer Maschine von Frankfurt nach Dubai zunächst um neun Stunden. Als das Flugzeug endlich mit…

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  • Zeit-Online: Versicherungsopfer – Im Stich gelassen

    In einem sehr lesenswerten Artikel informiert die Wochenzeitung „Die Zeit“ auf Ihrer Internetpräsenz über die Erfahrungen vieler Geschädigter mit Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Insbesondere wird darüber aufgeklärt, welchem Irrtum diejenigen unterliegen, die davon ausgehen, für den Unglücksfall  gut versichert zu sein. Aus meiner anwaltlichen Berufspraxis kann ich viele Aspekte dieses Artikel nur bestätigen und möchte betonen,…

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  • Fluggastrechte – BGH stärkt erneut die Rechtsposition von Flugreisenden

    Der BGH hat erneut ein Urteil im Sinne der Fluggäste gefällt. In der Entscheidung vom 28.08.2012 hat er den Reisenden eine Ausgleichszahlung gem EG-VO 261/2004 zugesprochen. Der Kläger dieses Rechtsstreits buchte über ein Reisebüro eine Pauschalreise von München nach Curacao. Die Flüge, die ein Umsteigen in Amsterdam vorsahen, sollten durch dieselbe Fluggesellschaft, die Beklagte des…

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  • Anfechtung des Versicherungsvertrages – Unzulässig trotz unvollständiger Gesundheitsangaben!

    Wurden einem Versicherungsnehmer bei Vertragsschluß komplexe Gesundheitsfragen so schnell vorgelesen, dass ihre richtige Erfassung nicht gewährleistet war, kann eine unvollständige Antwort nicht Grundlage eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung oder eines Rücktritts vom Versicherungsvertrag sein. Das hat das OLG Stuttgart in einem Urteil vom 19.04.2012 entschieden (Az. 7 U 157/11). Bei einer arglistigen Täuschung muss der…

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  • Beamtenrecht – Dauerbrenner „Beurteilung“ und „Konkurrentenklage“

    Nur wer die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kennt und beherrscht, kann im Beamtenrecht erfolgreich arbeiten. Viele Beurteilungen verstoßen gegen das sogenannte Differenzierungsgebot, weil eine größere Anzahl von Bewerbern ausnahmslos mit der Spitzennote beurteilt worden ist. Dann kann die Beurteilung ihre eigentliche Aufgabe nicht erfüllen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Anforderungsprofil. Grundsätzlich kann bei der…

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  • Schwangerschaft und Reiserücktritt

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    Treten während einer Schwangerschaft unvermittelt Komplikationen auf, gilt dies als „unerwartet schwere Erkrankung“. Besteht eine Reiserücktrittskostenversicherung, muss diese die anfallenden Stornokosten bezahlen. Das hat das Amtsgericht München entschieden. Ein Ehepaar hatte Mitte Februar 2011 eine Reise nach Griechenland gebucht, die im Mai beginnen sollte. Eine bei Buchung schon bestehende Schwangerschaft der Ehefrau verlief bis dahin…

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