Kategorie: Erbrecht


  • Mittelabfluss erforderlich für Pflichtteilsstrafklausel

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    In einem Beschluss vom 21.02.2023 hat das Oberlandesgerichts Frankfurt am Main entschieden, dass ein tatsächlicher Mittelabfluss erforderlich ist, wenn ein einem gemeinschaftlichen Testament eine sogenannte Pflichtteilsstrafklauel enthalten ist, die nicht nur an das Verlangen des Pflichtteils geknüpft ist, sondern auch an den Erhalt. Die Pflichtteilsstrafklausel dient dazu, dem überlebenden Ehegatten den Nachlass ungeschmälert zu erhalten…

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  • Testamentarisch bestellte Erbe trägt Risiko der Unwirksamkeit

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    Wer durch ein Testament zum Erben eingesetzt wurde trägt das Risiko, dass dieses Testament unwirksam ist. Das hat das OLG Celle in einem Beschluss vom entschieden. In dem der Entscheidung zugrunde liegendem Sachverhalt hatte eine sehr vermögende Erblasserin durch Testament ihren Steuerberater zum Erben eingesetzt. Hiergegen wehrten sich die gesetzlichen Erben. Durch Gutachten wurde schließlich…

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  • Neue Partnerschaft führt nicht immer zum Verlust des Erbrechts

    Wenn ein Erblasser bei Abfassung seines Testamentes davon ausgeht, dass eine Lebenspartnerschaft bis zu seinem Tod besteht, führt die Beendigung der Lebensgemeinschaft grundsätzlich zu einer Unwirksamkeit des Testamentes. Das bedeutet, ein Partner, der sich in eine neue Partnerschaft begibt, wird nicht mehr Erbe. Das ist aber nicht immer der Fall, wie das Oberlandesgericht Oldenburg in…

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  • Steuern sparen mit Steuerfreibeträgen für Erben

    Durch geschickte Ausschöpfung der im Erbschaftsteuergesetz vorgesehenen Freibeträge lässt sich die zu zahlende Erbschaftsteuer im Einzelfall erheblich senken, wenn nicht sogar vermeiden. Vielen Erben sind diese Freibeträge jedoch gar nicht bekannt. 1. Persönlicher Freibetrag gem. § 16 ErbStG Für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner gibt es einen persönlichen Freibetrag in Höhe von 500.000,00 €. Bei Kindern…

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  • Erbschaftsteuerbefreiung trotz vorzeitigem Auszug aus dem Familienheim

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    Wer gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 4 b ErbStG ein „Familienheim“ erbt und dieses dann für mindestens 10 Jahre selbst nutzt, genießt insoweit eine Steuerbefreiung von der Erbschaftsteuer. D. h. der Wert der Immobilie bleibt bei der Berechnung der Erbschaftsteuer außen vor. Zieht der Erbe vor Ablauf der Frist aus drohen Nachforderung durch das…

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  • Keine Anfechtung der Erbausschlagung per beA

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    Meinen Erben, der Nachlass sei überschuldet, wird teilweise übereilt, die Ausschlagung erklärt. Ein Fehler, der durch eine „Anfechtung der Ausschlagung“ behoben werden kann. Dann kommt man doch noch in den Genuss des Erbes. Was sich in der Theorie so leicht anhört, misslingt in der Praxis allerdings häufig. Denn die Anfechtungserklärung muss in notariell beglaubigter Form…

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  • Kanzlei Potthast Rechtsanwälte ausgezeichnet

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    Auch im Jahr 2022 haben Capital, Stern und Batista eine Umfrage unter Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten durchgeführt, welche Kanzlei diese in bestimmten Rechtsgebieten empfehlen. Wir freuen uns und sind auch ein bißchen stolz, dass wir wieder als eine der besten Kanzleien im Bereich Erbrecht ausgezeichnet worden sind! Den entsprechenden Artikel der Zeitschrift Capital findet man hier.

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  • Mehrere Erbteile durch Adoption in der Familie

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    Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat mit Beschluss vom 15.12.2021 – 21 W 170/2 entschieden, dass ein adoptiertes Kind in die gesetzliche Erbfolge sowohl nach seiner leiblichen Mutter als auch nach der Adoptionsmutter eintrete. Der Antragsteller war wie die übrigen Verfahrensbeteiligten ein Neffe der Erblasserin. Diese Verstarb kinderlos und hatte zwei Schwestern. Eltern und Ehemann…

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  • Abberufung des Testamentsvollstreckers wegen verzögerter Nachlassabwicklung

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    Auf Antrag eines Erben kann ein Testamentsvollstrecker bei Vorliegen eines wichtigen Grundes vom Nachlassgericht abberufen werden. Häufig ist streitig, ob die dem Testamentsvollstrecker vorgeworfenen Pflichtverletzungen bereits einen entsprechenden wichtigen Grund darstellen. Das OLG Naumburg hat in einer Entscheidung vom 23.02.2021, Az. 2 Wx 31/20 festgestellt, dass ein Testamentsvollstrecker, der die Erbauseinandersetzung und das Erbschaftsteuer-verfahren nicht…

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  • BGH: Aus Testament muss sich Identität des Erben ergeben

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    Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung vom 10.11.2021 Stellung zum sogenannten „testamentum mysticum“ genommen. Eheleute hatten sich gegenseitig zu Erben eingesetzt und auch angesprochen, wer nach ihrer beider Tod Erbe werden solle. Ein Teil des Nachlasses sollte an 5 befreundete Familien gehen, die sich aus einer Anlage zum Testament ergäben. Diese Anlage war – anders…

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  • Hotelier bleibt auf Kosten sitzen

    In Deutschland ist niemand verpflichtet, ein Erbe anzunehmen. Man kann ohne Angaben von Gründen eine Erbschaft ausschlagen, ist hier jedoch an bestimmte Fristen gebunden. Grundsätzlich beträgt diese Frist sechs Wochen. Die Frist beginnt, wenn jemand Kenntnis vom Anfall und dem Grund der Erbschaft hat. Wird die Frist versäumt, gilt das Erbe erst einmal als angenommen.…

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  • Rechtsanwalt Albert Potthast ausgezeichnet

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    Die Zeitschrift Focus hat auch 2021 Herrn Rechtsanwalt Albert Potthast für den Bereich Erbrecht als TOP Anwalt ausgezeichnet. Wir freuen uns über diese hervorragende Klassifizierung, zeigt sie uns doch, dass wir im Bereich Erbrecht sehr gut aufgestellt sind. Gleichzeitig bedanken wir uns bei den Kolleginnen und Kollegen für die Empfehlung.

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  • BGH: Grabpflegekosten beim Pflichtteil nicht abziehbar

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    Ist jemand enterbt worden, kann er bei naher Verwandtschaft seinen Pflichtteil in Anspruch nehmen. Bei der Berechnung dieses Pflichtteils können bestimmte Positionen abgezogen werden. Hierzu gehören zum Beispiel die Beisetzungskosten. Es konnte hier zu einem Streit kommen, ob zu diesen Kosten auch die Kosten der Grabpflege gehören. Hierrunter sind die Aufwendungen zu verstehen, die nach…

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  • Capital zeichnet Potthast Rechtsanwälte aus

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    Die Zeitschrift Capital hat mehr als 3.900 Anwältinnen und Anwälte befragt, wen sie in einem jeweiligen Rechtsbereich empfehlen würden. Das Ergebnis dieser Umfrage ist in der Ausgabe enthalten, die am 20.05.2021 erschienen ist. Wir freuen uns, hier im Bereich Erbrecht ausgezeichnet worden zu sein – als einzige Kölner Kanzlei wohlgemerkt. Diese Auszeichnung ist uns weiterhin…

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  • Anforderungen an ein notarielles Nachlassverzeichnis

    Ein Pflichtteilsberechtigter, also ein naher Angehöriger, der nicht Erbe geworden ist, hat gegen den Erben einen Anspruch auf Auskunft über die Zusammensetzung des Nachlasses. Dies dient dazu, den Pflichtteilsanspruch zu berechnen. Diese Auskunft kann erfüllt werden durch ein sogenannten qualifiziertes Nachlassverzeichnis, das der Erbe selber abgibt. Ein Pflichtteilsberechtiger kann aber auch verlangen, dass ein amtliches…

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